Aktuelles

Hier findet ihr unsere Pressemitteilungen und aktuelle Berichte

Einladung Landesmitgliederversammlung 13.12.2025  

13.12.2025 – Kiel

Moin liebe Genoss*innen,

wir laden euch herzlich zu unserer nächsten Landesmitgliederversammlung ein!
Sie findet am Samstag, den 13.12.2025, von 10:00 bis 17:00 Uhr in Kiel statt.
Ort: Die Pumpe e.V. Haßstraße 22 24103 Kiel

Vorläufige Tagesordnung:
TOP 1: Begrüßung und Formalia
TOP 2: Vorstellungsrunde
TOP 3: Berichte  TOP 3.1: Bericht aus dem Landessprecher*innenrat
  TOP 3.2: Bericht vom Bundeskongress
  TOP 3.3: Bericht aus dem Landesvorstand von die Partei „Die Linke“
  TOP 3.4: Berichte aus den Basisgruppen
TOP 4: Finanzielle Entlastung des Landessprecher*innenrat
TOP 5: Anträge  TOP 5.1: Vereinsgründung als e.V.
  TOP 5.2: Palästina-Position
  TOP 5.3: Position zur Wehrpflicht
Gemeinsame Mittagspause 12:30 Uhr – 13:15 Uhr
TOP 6: FLINTA*-Plenum oder Alternativ-Programm
TOP 7: Wahlen  TOP 7.1: Delegierte zum Landesparteitag
  TOP 7.2: Jugendpolitische*r Sprecher*in
  TOP 7.3: Länderrat
  TOP 7.4: Wahlen zum Landessprecher*innenrat
TOP 8: Termine
TOP 9: Sonstiges

Jahresabschlussfeier
Nach der Versammlung ab ca. 17:00 Uhr laden wir dich ein, gemeinsam mit uns im Linken Eck (Kaiserstr. 38, 24143 Kiel) das Jahr ausklingen zu lassen. Wir organisieren eine gemeinsame Anreise von der Pumpe zum Linken Eck.
Übernachtungsmöglichkeiten
Falls du auswärts anreist und eine Übernachtungsmöglichkeit suchst, kannst du dich bei uns melden. Falls du selbst einen Schlafplatz anbieten möchtest, melde dich gerne ebenfalls bei uns.
Wir freuen uns auf eine produktive Versammlung und einen gemütlichen Abend mit dir!

Mit solidarischen Grüßen,
der Landessprecher*innenrat der Linksjugend [’solid] Schleswig-Holstein

XVIII. Bundeskongress der Linksjugend [’solid]  

Erste Sitzung – 31.10.-02.11.2025 – Berlin

1. Schleswig-Holstein im Aufbruch – oder zumindest im Anreiseverkehr
 
Offiziell waren sechs Genoss*innen aus Schleswig-Holstein delegiert. Vier haben es tatsächlich heil ins Plenum geschafft, zwei davon sogar mit echter Motivation im Gepäck. Ein fast schon naiver Optimismus machte sich breit, der sich letztlich trotz Plenarmarathon und GO-Antrags-Gewitter erstaunlich wacker gehalten hat. Tränen gab es nur vereinzelt – ein klarer Indikator für Resilienzkompetenzen im Landesverband.
 
Bereits in Minute eins war die Grundstimmung des BuKo spürbar elektrisch aufgeladen: eine Mischung aus revolutionärem Erwartungsmanagement, präventiver Genervtheit und dem kollektiven Wissen, dass die Geschäftsordnung (GO) an diesem Wochenende vermutlich wichtiger sein würde als jeder politische Antrag. Spoiler: Sie war es.
Für einige aus unserer Delegation war es der erste BuKo. Im Nachhinein betrachtet hätten wir uns ganz klar einen etwas sanfteren Einstieg in die bundesweite Debattenkultur gewünscht, aber: character development passiert bekanntlich selten unter Idealbedingungen.
 
Trotz allem: Die bundesweite Vernetzung der Basisgruppen war beeindruckend und ist bis heute noch ein wirklich wichtiges Intrument unserer politischen Arbeit.
 
2. Der BuKo beginnt: Koffein, Chaos und Crashout
Der BuKo 2025 stand unter dem Motto „Wessen Morgen ist der Morgen?“…
Die Antwort stellte sich spätestens um 07:00 Uhr morgens beim dritten Kaffee, einem mehligen Apfel und 4 Stunden Schlafmangel automatisch ein: Definitiv *nicht* unserer.
 
2.1 Das Triggerwort des Wochenendes: GO-Antrag
Unser inoffizielles Unwort des BuKo wurde sehr früh gekürt: GO-Antrag.
Die inflationäre Nutzung dieses Instruments erreichte zeitweise ein Niveau, das man fast schon als performative Kritik an beratenden Strukturen hätte deuten können. Leider war es weniger performativ und mehr… naja… real.
 
Side-Fact: Am Ende wurden mehr GO-Anträge beschlossen als richtige Anträge beschlossen.
Pluralismus ist schön – aber in seiner Hardcore-Edition auch ein bisschen Frustrationstoleranz-Training. Der erste GO-Antrag kam ca. zehn Minuten nach offizieller Eröffnung und forderte die Einzelwahl der Tagesleitungskommission. Ein absoluter Klassiker des verbandlichen Prinzip-Misstrauens. Eine anschließende Aufarbeitung seitens der Antragstellenden? Nicht so ganz.
 
3. Atmosphäre: Ein soziologisches Studienobjekt
Die Stimmung des BuKo lässt sich am besten als Mischung aus:
transformierten Mehrheitsverhältnissen, latentem Misstrauen, zu vielen neuen Gesichtern auf engem Raum, generationalen Deutungskämpfen, und dem politischen Elefanten im Raum: dem Nahostkonflikt. Die politischen Mehrheitsverhältnisse im Verband haben sich sichtbar verschoben. Viele neue Mitglieder, politisiert durch Gaza, bringen eine klare Solidarität mit Palästina ins Plenum – was zu einer deutlichen Überzahl dieser Positionen führte.
 
Das führte wiederum zu:
erhöhter Grundspannung
härteren Debattenfronten
schwindender Debattenkultur
unsolidarischem Verhalten gegenüber Minderjährigen und Neumitgliedern
und einem Umgangston, der eher „toxische WG-Vollversammlung“ als „jugendpolitische Zukunftsvision“ war.
 
Man könnte auch sagen: Die Debattenkultur befand sich in einem Zustand akuter Unterversorgung.
 
4. Inhaltlicher Output: Wenig, aber dafür mit viel Symbolik
Trotz permanenter Selbstblockade konnte der BuKo einige relevante Beschlüsse fassen:
 
4.1 Teilnahme am NzW-Bündnis
Damit positioniert sich die Linksjugend klar gegen die Wiedereinführung des Wehrdienstes.
Ein erfreulicher Moment kollektiver Vernunft.
 
4.2 Keine Kooperation mit Organisationen, die durch Täterschutz auffielen
Unter anderem FKO und deren Unterstrukturen.
Ein Beschluss, der ungefähr so alternativlos war wie die Erkenntnis, dass man ohne Schlaf nicht verhandlungsfähig bleibt.

4.3 Antrag A12 – „Nie wieder zum Völkermord schweigen“
Der berühmte „böse BuKo-Antrag“.
Er wurde beschlossen – allerdings in einer Form, die eher politisch wirkmächtig als inhaltlich ausgereift ist.
Da es sich um ein hochsensibles Thema handelt, hat der LSPR SH einen eigenen, sorgfältig ausgearbeiteten Antrag entwickelt.
(Der Antrag dazu ging bereits per Mail raus.)
 
4.4 Finanzbeschlüsse
10.000 € für die Kuba-Brigade
Zweite BuKo-Sitzung in Präsenz → angenommen trotz Gegenrede des Schatzmeisters, der live miterleben musste, wie die Versammlung demokratisch beschließt, über ihre finanziellen Verhältnisse zu leben.
Ein fast poetischer Moment gelebter innerverbandlicher Realität.
 
5. Wahl des neuen BSPR
Trotz aller Widrigkeiten wurde ein neuer Bundesvorstand gewählt.
Der BSPR hat angekündigt, die Ereignisse des BuKo strukturiert aufzuarbeiten – ein dringend nötiger Prozess, damit der nächste BuKo weniger toxisch und mehr politisch wird.
 
6. Mediale Verzerrungen: Von „Analyse“ zu „Fanfiction“
Die externe Berichterstattung – insbesondere von Welt, Spiegel und weiteren Qualitäts-Klatschblättern – war realitätsfern bis grotesk.
Die Darstellung, der BuKo sei ,,eine 70%-antisemitische Bedrohungszone‘‘ gewesen, grenzt im Nachhinein wirklich an politische Fanfiction.
 
Was wir tatsächlich erlebt haben:
hitzige Debatten? ja.
antisemitische Massen? nein.
Bedrohungsszenarien? keine.
interne Konflikte? natürlich, wir sind ein linker Jugendverband.
 
Kurz: Die mediale Repräsentation hat mit unseren Wahrnehmungen sehr wenig zu tun.
 
7. Lichtblicke: Die Netzwerke, die funktionieren
Besonders positiv war die enge Zusammenarbeit mit der Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern.
Nordbundesländer vibes, aber in solidarisch.
Auch inmitten des Chaos entstanden neue Kontakte, politische Gespräche und Perspektiven für gemeinsame Projekte.
 
8. Fazit: Ein BuKo wie ein Verkehrsunfall – schrecklich, aber man lernt viel
Der BuKo 2025 war anstrengend, nervenaufreibend und organisatorisch chaotisch – aber gleichzeitig politisch interessant und eine wichtige Erfahrung.
 
Wir nehmen mit : wir haben dringenden Bedarf an Debattenkultur-Revolution innerhalb dieses Verbandes, es wurden (wenige, aber: ) wichtige politische Beschlüsse beschlossen, ein neuer motivierter  BSPR gewählt, der Aufarbeitung verspricht und sich für Veränderung stark macht und (last, but not least) die Hoffnung auf eine konstruktivere Zukunft.
 
Mit etwas Glück – und einer kollektiv verbesserten Fehlerkultur – könnte der nächste BuKo sogar richtig gut werden.
Und wir freuen uns, wenn viele von euch künftig mitfahren und Schleswig-Holstein laut, klug und solidarisch vertreten.

Offener Brief: Gegen rechte Hetze in der Stadtzeitung – für demokratische Verantwortung


Sehr geehrte Itzehoerinnen und Itzehoer,
wir, die Linksjugend [’solid] im Kreis Steinburg, wenden uns mit diesem offenen Brief an Sie, weil wir eine Entwicklung beobachten, die uns zutiefst beunruhigt: Die regelmäßige Nutzung der Rubrik „Aus den Fraktionen“ in der Stadtzeitung durch die AfD trägt in unseren Augen nicht zur demokratischen Debatte bei – im Gegenteil. Sie dient zunehmend dazu, Ängste zu schüren, Vorurteile zu verbreiten und demokratische Institutionen sowie gesellschaftliche Gruppen pauschal zu diffamieren.
Die Stadtzeitung erfüllt in unserer Kommune eine wichtige Aufgabe: Sie soll informieren, Transparenz schaffen und dazu beitragen, politische Prozesse für alle Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar zu machen. Umso wichtiger ist es, dass diese Plattform nicht für Hetze, Desinformation oder demokratiefeindliche Rhetorik missbraucht wird – vor allem nicht ohne redaktionelle Prüfung oder Einordnung.
Wir möchten anhand konkreter Beispiele aufzeigen, wie problematisch einzelne Beiträge der AfD in den letzten Ausgaben waren und warum diese nicht als bloße „Meinungsäußerung“ gelten dürfen, sondern als gezielte Manipulation und als Teil einer Strategie zur Destabilisierung demokratischer Diskurse.

Ausgabe 6/2024
Frage: Welches städtische Thema hat in Ihrer Fraktion aktuell oberste Priorität?
AfD-Antwort (Auszug):
„Wer tagtäglich die in unserem Land insbesondere vorkommenden Messerattacken (-morde) und (Gruppen-)Vergewaltigungen verfolgt, weiß, dass nach den vielen gewalttätigen Vorkommnissen in unserer Stadt rechtzeitig Gefahrenquellen ausschalten.“
Einordnung:
Eine statistisch belegbare Zunahme der genannten Verbrechen existiert nicht in dem suggerierten Ausmaß.
Der Begriff „Gefahrenquellen ausschalten“ entmenschlicht Menschen und weckt Assoziationen zu autoritären Gewaltfantasien.
Statt differenzierter Auseinandersetzung mit städtischer Sicherheit wird eine verrohende Sprache verwendet, die Gewalt legitimieren kann.

Ausgabe 7/2024
Frage: Was kann die Kommunalpolitik leisten, um gesellschaftliche Spaltung zu verhindern?
AfD-Antwort (Auszug):
„Jeden Tag werden unschuldige Menschen auf der Straße erstochen und den nächsten Tag wird gegen Rechts demonstriert. Dabei ist Rechts genauso legitim wie Links in einer Demokratie. Die Medien tragen mit erfundenen Geschichten, siehe Correktiv, dazu bei, die Gesellschaft zu spalten.“
Einordnung:
Die Aussage ist nicht nur unbelegt, sondern irreführend und alarmistisch – ein klassisches Mittel rechtspopulistischer Rhetorik.
Proteste gegen rechtsextreme Positionen werden delegitimiert, obwohl sie Ausdruck demokratischer Zivilgesellschaft sind.
Der Angriff auf die Medien – konkret das Recherchezentrum Correctiv – reiht sich ein in eine bewusste Strategie zur Schwächung unabhängiger Berichterstattung.

Ausgabe 1/2025
Frage: Welche Möglichkeiten sehen Sie, die medizinische Grundversorgung vor Ort zu verbessern?
AfD-Antwort (Auszug):
„Import von ausländischen Ärzten kann problematisch sein, wenn diese nicht den gleichen Ausbildungsstandard haben oder Sprachprobleme mitbringen.“
Einordnung:
Die Formulierung „Import“ degradiert Menschen zu Waren und entmenschlicht sie sprachlich.
Statt konstruktiver Vorschläge zur Verbesserung der Versorgung werden unbelegte Vorurteile gegen ausländische Fachkräfte geschürt.
Solche Aussagen fördern rassistische Denkmuster und tragen nicht zur Lösung des realen Fachkräftemangels bei – im Gegenteil, sie verschärfen ihn.

Ausgabe 2/2025
Frage: Wo sehen Sie Schwerpunkte in der touristischen Entwicklung für Itzehoe?
AfD-Antwort (Auszug):
„Die aus dubiosen Quellen finanzierten und per Bus hergebrachten Linksextremisten mit ihrem angeblichen Kampf für Demokratie konnten nur belächelt werden. […] Lesen Sie die aktuelle Kriminalstatistik. Nur mit uns wird sich hier etwas ändern.“
Einordnung:
Friedliche Demonstrationen für Demokratie werden pauschal als „linksextremistisch“ abgewertet – das ist eine bewusste Umkehrung der Realität.
Die Vorstellung von „gekauften“ oder „gesteuerten“ Demonstranten ist ein typisches Narrativ rechtsextremer Verschwörungserzählungen.
Die Antwort enthält keinerlei Bezug zur Frage, sondern nutzt das Format zur politischen Stimmungsmache gegen Andersdenkende.

Warum wir handeln müssen
Was sich hier zeigt, ist keine legitime politische Positionierung, sondern eine systematische Strategie: Sprache wird gezielt eingesetzt, um Feindbilder zu schaffen, Unsicherheit zu verstärken und die demokratische Grundordnung infrage zu stellen. Wenn solche Aussagen unkommentiert in einem offiziellen Medium unserer Stadt veröffentlicht werden, entsteht der Eindruck, sie seien gleichwertig mit sachlich begründeten Positionen. Das sind sie nicht.
Demokratie lebt vom Streit, von Diskussion, von Meinungsvielfalt – aber sie braucht auch gemeinsame Grundlagen: Respekt, Faktenorientierung, und das Bekenntnis zur Menschenwürde. Diese Grundlagen dürfen nicht dem Irrtum der „falschen Ausgewogenheit“ geopfert werden.

Unsere Forderungen
Redaktionelle Verantwortung: Beiträge in der Rubrik „Aus den Fraktionen“ müssen auf sachliche Richtigkeit geprüft und bei problematischen Inhalten redaktionell eingeordnet werden.
Transparenzpflicht: Statistische oder historische Angaben in Leserbeiträgen und Fraktionsantworten müssen durch nachvollziehbare Quellen belegt werden.
Korrekturmechanismus: Die Stadtzeitung soll einen einfachen, transparenten Weg zur Richtigstellung von nachweislich falschen oder irreführenden Aussagen einführen.
Verantwortung der Stadt: Die Stadt als Herausgeberin darf sich nicht hinter der Rubrik verstecken. Sie trägt Mitverantwortung für die Inhalte, die unter öffentlicher Förderung verbreitet werden.

Schlusswort
Wir stehen für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft und wir erwarten von den Medien vor Ort, dass sie sich ebenso diesen Werten verpflichtet fühlen. Die Stadtzeitung kann und soll ein Ort des demokratischen Austauschs sein. Aber dazu gehört auch, klare Grenzen zu setzen, wo diese Demokratie angegriffen wird.
Mit solidarischen Grüßen
Linksjugend [’solid] Kreis Steinburg

Pressemitteilung vom 21.07.2025:
Vertretungsfond für Lehrkräfte leer: Staatsversagen mit Ansage durch die CDU

„Das ist absolutes Staatsversagen mit Ansage! Selbst dem größten Unterstützer der CDU, muss doch jetzt endlich mal auffallen, dass in Sachen der Bildungspolitik, diese Partei wirklich keine Kompetenzen besitzt!“ kritisiert Neele Fojut, bildungspolitische Sprecherin der Linksjugend [’solid] Schleswig-Holstein. „Wenn Mitte des Jahres bereits die Mittel für Vertretungskräfte an Grund- und Gemeinschaftsschulen aufgebraucht sind, dann waren von Anfang an zu wenig Mittel da. Dass Schulen und Lehrkräfte seit Jahren wirklich unterfinanziert sind, kritisieren ja nicht nur wir, sondern auch die Gewerkschaften seit Jahren!“ Hintergrund ist die Nachricht darüber, dass der Vertretungsfonds für Lehrkräfte an Grund- und Gemeinschaftsschulen für 2025 bereits im Juni diesen Jahres aufgebraucht war. Dieser Notstand betrifft nicht nur eine einzelne Kommune, sondern insgesamt sechs von elf Flächenkreisen sowie die vier großen Kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein. „Es ist unbegreiflich, wie eine selbsternannte Wirtschaftspartei, wirklich immer wieder so schlecht planen kann. Irgendwann muss man dann auch mal an den Punkt kommen und sich fragen, wo Unfähigkeit zur Planung aufhört und bewusstes Handeln anfängt.“ ergänzt Pascal Knüppel, ebenfalls bildungspolitischer Sprecher der Linksjugend [’solid] Schleswig-Holstein, die Ausführungen von Fojut. „Und wenn man sich dann anschaut, dass die Lösung von Seiten des Bildungsministeriums nicht in effektiverer Planung liegt, sondern darin, Vertretungen nicht sofort, sondern erst nach einigen Tagen, zu organisieren, dann fasst man sich ungläubig an den Kopf. In Schleswig-Holstein fallen schon genug Unterrichtsstunden aus und die beste Lösung der Landesregierung ist es, zu sagen, dass man einfach mehr ausfallen lässt.“ Fojut und Knüppel schließen gemeinsam: „Die Bildungspolitik in Schleswig-Holstein leidet unter der CDU-Führung. Egal, ob unter Ministerin Prien oder Ministerin Stenke, wir können uns drauf verlassen, dass es schlechter wird – und das auch wenn man denkt, dass es nicht mehr schlechter geht. Diese Landesregierung sollte ihre Prioritäten wirklich überdenken und vielleicht einfach mal mehr Geld für Bildung investieren und stattdessen aufhören waghalsige Ideen wie Olympia-Bewerbungen zu finanzieren!“

Pressemitteilung vom 20.06.2025:
Reform des WiPo-Unterrichts

„Die geplante Reform des WiPo-Unterrichts in der Mittel- und Oberstufe, ist ihren Namen nicht wert – viel mehr sollte es Verschlechterung heißen.Stunden in der Mittelstufe aufzustocken, nur um in der Oberstufe daran zu sparen, das kann keine Lösung sein“ kritisiert Pascal Knüppel, bildungspolitischer Sprecher der Linksjugend [’solid] Schleswig-Holstein.
Hintergrund ist die sog. Reform der schwarz-grünen Landesregierung in Schleswig-Holstein, in der Mittelstufe die Stundenzahl für das Fach Wirtschaft/Politik zu erhöhen und im Ausgleich dies in der Oberstufe zu einem Wahlfach gegenüber dem Fach Geographie auszugleichen.
„Gerade in dieser Zeit sollte auf mehr politische Bildung gesetzt werden – nicht auf eine Schönrechnerei, wie es unsere neue Bildungsministerin plant. Der WiPo-Unterricht bildet einen elementaren Grundstein für das kritische Denken junger Menschen. Die Möglichkeit dieses Fach in der Oberstufe mit Geographie zu einem Wahlfach zu machen, ist nicht nur falsch, sondern brandgefährlich. Gerade die Kombination aus WiPo und Geographie ermöglicht es, eine kritische Auseinandersetzung mit der globalen Politik zu ermöglichen und so auch das Erstarken der globalen Rechten zu diskutieren und zu verstehen.“ ergänzt Merle Jöns, antifaschistische Sprecherin der Linksjugend [’solid] Schleswig-Holstein.
„Dorit Stenke macht da weiter, wo ihre Vorgängerin im Amt aufgehört hat: Verschlechterung der Bildungs- und Gesellschaftspolitik anstatt kritische Auseinandersetzung zu ermöglichen. Es war leider nicht anders zu erwarten!“ Schließen Jöns und Knüppel ab.

Pressemitteilung vom 09.06.2025:
Das Rechtsstaatsprinzip gilt auch für die Bundesregierung!

Am ersten Tag seiner Amtszeit ordnete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) an, die Bundespolizei solle Kontrollen an den deutschen Außengrenzen ausweiten und Zurückweisungen von asylsuchenden Menschen durchführen. Dies war von vornherein rechtswidrig und obendrein auch vollkommen unverhältnismäßig. Den europäischen Frieden und die EU-Verträge zu
gefährden, ohne dass hierfür auch nur ansatzweise Anlass bestand, ist grob fahrlässig für den Bestand und den politischen Frieden in der EU, menschenverachtend und rechtswidrig, wie das Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin im Fall dreier Somalier zeigte, die in Frankfurt (Oder) zurückgewiesen wurden.
Dobrindt behauptet, dass wir nicht in der Lage seien, weiterhin Menschen aufzunehmen, dabei zeigen die Zahlen eine andere Realität als die vom Bundesinnenminister dargestellte. Die Zahl der Asylanträge ist seit einigen Jahren rückläufig, die Kapazitäten von Geflüchtetenunterkünften bei weitem nicht ausgelastet – trotz reduzierter Kapazitäten. Auch die innere Sicherheit wird nicht durch Asylsuchende gefährdet; Deutschland zählt zu den sichersten Ländern der Welt. Was jedoch tatsächlich die innere Sicherheit gefährdet, ist der auf dem Vormarsch befindliche Rechtsextremismus.
„Jahr für Jahr erreichen die Zahlen rechtsextremer Gewaltverbrechen ein neues Rekordhoch. Das scheint für Bundesinnenminister Dobrindt allerdings ein geringeres Sicherheitsrisiko darzustellen als Menschen, die auf der Flucht sind und nach einem besseren Leben suchen“, sagt Justin Bednarek, Sprecher der Linksjugend [‘solid] Schleswig-Holstein für antifaschistische Politik.
Dass der Bundesinnenminister sich mit dem Festhalten an Zurückweisungen über das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin – und damit über Europarecht – hinwegsetzt, ist als nichts Geringeres, als ein Angriff auf das Rechtsstaatsprinzip und damit auf die Gewaltenteilung zu deuten.
„Das Rechtsstaatsprinzip ist in unserer Verfassung festgeschrieben und unabänderlich. Ein Innenminister, der sich über die Rechtsprechung hinwegsetzt, ist für sein Amt absolut ungeeignet und sollte umgehend zurücktreten!“, erklärt Pascal Knüppel, innenpolitischer Sprecher der Linksjugend [‘solid] Schleswig-Holstein.
Dobrindt rechtfertigt weiterhin die Zurückweisungen an den deutschen Grenzen mit bilateralen Absprachen mit unseren Nachbarländern. „Doch auch bilaterale Vereinbarungen zwischen EU-Mitgliedern setzen europäisches Recht nicht außer
Kraft. Eine Regierung, die sich über das Recht stellt, ist nicht tragbar“, ergänzt Greta Kühlinger, außenpolitische Sprecherin der Linksjugend [‘solid] Schleswig-Holstein.
„Wir stehen ein für Menschenrechte und werden niemals schweigen, wenn menschenverachtende Politik zum Alltag wird!“, erklärt der Landessprecher*innenrat der Linksjugend [‘solid] Schleswig-Holstein abschließend.

Pressemitteilung vom 21.05.2025:
Kein Mensch ist illegal: Pläne der EU-Kommission zu sog. „sicheren Drittstaaten“ menschenunwürdig 

„Die Pläne der Europäischen Kommission müssen dringend von den Mitgliedsstaaten und EU-Parlament zurückgewiesen werden. Sie entsprechen nicht einmal im Ansatz den humanistischen Ansprüchen, die die EU so gerne nach außen vorgibt, zu vertreten!“ erklärt Pascal Knüppel, innenpolitischer Sprecher der Linksjugend [’solid] Schleswig-Holstein. 
Hintergrund sind die Pläne der Europäischen Kommission Abschiebungen von Nicht-EU-Bürger*innen in sog. „sichere Drittstaaten“ zu erleichtern, auch wenn die Betroffenen keinen persönlichen Bezug zu diesen haben.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der damalige britische Premierminister Sunak ein Abkommen mit Ruanda schließen wollen, das die Möglichkeit des Asyls in Großbritannien faktisch abgeschafft hätte. 
„Die Kommission sendet hier klar die falschen Signale und schwenkt noch weiter in den Rechtskurs der aktuellen Politik ein. Das verwundert uns leider wenig, ist aber umso alamierender!“ ergänz Greta Kühlinger, Sprecherin für internationale Angelegenheiten der Linksjugend [’solid] Schleswig-Holstein. 
Kühlinger und Knüppel sind sich einig: „Der aktuelle Umgang mit Menschen, die von außerhalb der EU zu uns flüchten, ist menschenunwürdig und muss dringend korrigiert werden. Statt Abschottung brauchen wir vernünftige Integrationsprogramme. Dass Politiker wie Jens Spahn, immerhin Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag, schon im letzten Jahr die Abschiebungen auch nach Ruanda forderte, ist äußerst beängstigend und der absolut falsche Umgang – vor allem da Ruanda von Menschenrechtsorganisation regelmäßig für ihren Umgang mit Menschenrechten kritisiert wird. Wir fordern, die Wiedereröffnung der Außengrenze Europas und eine humanistische und würdige Asylpolitik.“
Die Linksjugend [’solid] Schleswig-Holstein ist der parteinahe Jugendverband der Partei Die Linke Schleswig-Holstein und umfasst ca. 400 Mitglieder im ganzen Landesgebiet. 

Für Anfragen steht der Landessprecher*innenrat jederzeit zur Verfügung
info@linksjugend-sh.de