Verbandsästhetik


Die Linksjugend [’solid] Schleswig-Holstein setzt sich für einen öffentlichen Auftritt ein, der unser politisches Selbstverständnis als kämpferische, aber offene, solidarische und massenorientierte Organisation widerspiegelt. Wir wollen nicht Szene-Signale senden, sondern junge Menschen aus der Breite der Gesellschaft für unsere Politik gewinnen. Deshalb soll unsere visuelle und inhaltliche Außendarstellung klaren politischen und ästhetischen Leitlinien folgen. Der Landesverband Schleswig-Holstein und die Basisgruppen sollen sich dem folgend also an folgende Ansprüche halten.

Wir wollen eine Ästhetik, die:

1. zeigt, dass wir eine freundliche und solidarische Organisation sind, bei der Menschen gerne mitmachen, sich wohlfühlen und gemeinsam politisch aktiv werden können.

2. Veranstaltungen dokumentiert, bei denen Aktivismus, Bildung und Spaß Hand in Hand gehen.

3. Vielfalt sichtbar macht – in Geschlecht, Herkunft, Alter und Ausdrucksformen.

4. niedrigschwellige Zugänge schafft: Unsere Bilder, Designs und Postings sollen
einladend, verständlich und offen sein – nicht abschreckend oder nur für Eingeweihte ansprechend.

5. zeigt, dass politische Arbeit auch Freude machen kann – sei es bei Bildungsarbeit, Camps, Demos oder Stammtischen.

6. sich an der Gestaltungssprache der linksjugend [’solid] e.V. orientiert, um eine
einheitliche Markenidentität für alle Basisgruppen im Landesverband Schleswig-
Holstein zu gewährleisten.

Wir lehnen eine Ästhetik ab, die:

1. martialisch oder abschreckend wirkt, etwa durch sogenannte „rote Jugend“- Ästhetik, paramilitärische Posen oder positive Bezugnahme auf die RAF oder die ehemaligen realsozialistischen Staaten.

2. Macker-Vibes reproduziert– etwa durch aggressive Körpersprache, exzessives Posen oder dominantes Auftreten, ausschließlich Männer zeigt, insbesondere in Gruppenfotos.

3. Vermummung oder verpixelte Gesichter verwendet, sofern keine konkrete Repression zu befürchten ist – das signalisiert Abschottung statt Offenheit. Sollen Gesichter nicht sichtbar sein, ist es sinnvoller, das Bild nicht zu verwenden oder die betreffende Person auszuschneiden, statt Gesichter zu verpixeln.

4. nur nach innen kommuniziert, etwa durch Insider-Witze, kryptische Begriffe oder Szenezitate.